Selbstvertrauen als effektive Anti-Angst-Droge

Wer die Strategien, Tipps und Tricks durchgeht, die gegen Angstzustände und Panikattacken empfohlen werden, findet immer wieder den Punkt: Selbstvertrauen stärken! Aber wie?



Auch Menschen mit gutem Selbstbewußtsein leiden unter Ängsten

Heißt das, dass nur Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein unter Angststörungen leiden? Die Antwort ist natürlich „Nein“. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sind keine Konstanten wie die Größe der Nase oder die Augenfarbe. Es gibt Schwankungen, plötzliche Zusammenbrüche, Hochs und Tiefs. Am besten kann man das im Sport beobachten. Der beste Stürmer einer Mannschaft, der im Spiel bereits getroffen hat, versiebt auf einmal den Elfmeter. Eine Eiskunstläuferin, die in den Vorläufen alle Sprünge perfekt abgeliefert hat, stürzt im Finale. Eine junge Tennisspielerin, von der niemand je etwas gehört hat, stürmt zum Sieg in einem Grand Slam Turnier, nur um in den folgenden Monaten sämtliche Spiele zu verlieren.


Wie wirkt die „Droge“ Selbstvertrauen gegen die Angst?

Hier spielt wieder das Glückshormon Dopamin eine Rolle. Erwarten Sie etwas Gutes, wird der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt und gibt Ihnen das Gefühl der Belohnung und des Vergnügens. Tatsächlich treibt das Dopamin Sie an, sich auch weiterhin Situationen auszusetzen, die diese Belohnung produziert. Ihr Selbstvertrauen steigt mit jedem Erfolg.


Während Erfolg und Selbstvertrauen also das Belohnungsnetzwerk des Gehirns aktivieren, löst mangelndes Selbstvertrauen die Zunahme der Aktivitäten der Gehirnregion aus, die mit negativen Emotionen und eben der Angst zugeordnet werden. Somit konkurrieren Angst und Selbstvertrauen um Ihre Aufmerksamkeit. Stellen Sie sich eine Skala vor. Ein kleiner Zeiger bewegt sich ständig zwischen „Sehr Hoch“ und „Nicht vorhanden“. Schon die kleinste Verschiebung in diesem Aufmerksamkeitsgleichgewicht führt dann zum verschossenen Elfmeter oder dem Sturz auf dem Eis.


Kann Selbstvertrauen „erlernt“ werden?

Obwohl die Grundlagen für das gesunde Selbstvertrauen in der Kindheit gelegt werden, kann Selbstvertrauen in jedem Alter entwickelt werden. Die Entwicklung unseres Gehirns ist nie abgeschlossen, neue Strukturen können aufgebaut, alte abgebaut werden. Die Plastizität des Gehirns sorgt dafür, dass Selbstvertrauen auch nach der Kindheit erworben werden kann.


4 Tipps, um das eigene Selbsbewusstsein zu stärken

Selbstvertrauen kann gestärkt und aufgebaut werden durch:


Tipp 1: Machen Sie positive Erfahrungen:

Setzen sie sich realistische Ziele. Bauen Sie durch das Erreichen dieser Ziele eine Erfolgskette auf. Die Kognitive Verhaltenstherapie arbeitet sehr stark mit diesem Werkzeug. Das bekannteste Beispiel ist wohl die Höhenangst. Buchstäblich Schritt für Schritt wird hier die Angst abgebaut.


Tipp 2: Lernen Sie, sich auszudrücken:

Reflektieren Sie Ihre Lage, Probleme, Wünsche, Vorlieben. Verbalisieren Sie Ihre Gedanken. Schreiben Sie wichtige Dinge auf und vor allem sprechen Sie darüber. Achten Sie auch auf die nonverbale Kommunikation.


Tipp 3: Aufrechte Körperhaltung

Eine aufrechte Körperhaltung und Blickkontakt sind wichtig und übermitteln auch Ihrem eigenen Gehirn das Signal, dass Sie sich sicher fühlen und die Lage im Griff haben. Ständige Praxis ist hier der Weg zum Erfolg. Zur Motivation können Sie die beiden Dauerbrenner lesen: Napoleon Hill, Carnegie


Tipp 4: Feuern Sie sich selber an

Nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern auch die Worte, die wir an uns selbst richten, unser innerer Dialog ist entscheidend für den Aufbau des Selbstbewusstseins. Im Sport, wo inzwischen mentale Trainingsprogramme vom Kindesalter an angeboten werden, kennt man die Macht der Sprache. Die Forschung hat gezeigt, dass motivierende Autosuggestionen weitaus besser funktionieren als Instruktionen. Wer sich selbst anfeuert: “Du schaffst das!”, oder “Alles wird gut.”, spricht zwar in Klischees - aber es funktioniert.


Gerade wenn die Wurzel der Angsterkrankung nicht erreichbar ist oder drastische Veränderungen der Lebensumstände weder nötig noch erwünscht sind, hilft es, den “konkurrierenden Rivalen” der Angst, das Selbstvertrauen, zu stärken.

Wer unter mangelndem Selbstbewusstsein leidet, sollte einmal eine Hypnotherapie versuchen. In der Hypnose werden das Selbst stärkende Suggestionen genutzt, um Ängste zu überwinden. Das Gefühl des Selbstvertrauens wird erweckt durch die Wiederholung entsprechender Suggestionen, sodass das Gefühl gemeinsam mit den Worten im Unbewussten verankert wird. Einmal im Unbewussten verankert, beeinflussen diese Suggestionen Gedanken und Verhalten.



 


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